Johannes
Heinrichs
Kultur
- in der Kunst der Begriffe
ISBN:
978-954-449-327-1
ca.
216 Seiten
ca. 10,00 Euro
Der Autor setzt die philosophische „Kunst der Begriffe“
gegen die weithin übliche „Wolkenschieberei“ mit Nebelworten,
die selbst ein Hauptproblem der derzeitigen tiefen Kulturkrise darstellt.
Die konkret anstehenden Kulturfragen (Clash of Civilizations, Religion
und Kultur, Wirtschaftsdominanz, Migration, Weltsprachensituation) werden
in eine systemische Kulturtheorie eingebettet. Das Faszinierende liegt
darin, dass das Buch mit ganzheitlichem Problembewusstsein so konkrete
und diskussionsfähige Vorschläge verbindet – vor allem
die Institution eines eigenen Kulturparlamentes. Was bedeutet „moderne“
Kultur? Bevor wir das tiefer begriffen und durchgeführt haben,
sei an eine echte „Postmoderne“ gar nicht zu denken, so
Heinrichs. Hat die „westliche“ Kultur der Welt etwas zu
bieten außer ihrer Technik und kapitalistischen Globalisierung?
Gibt es die Möglichkeit fruchtbarer, nicht zerstörerischer
Begegnung zwischen westlicher „Moderne“ und den noch bestehenden
Volkskulturen der Welt, mit einheitlicher Religion? Wie gehen wir mit
dem Welt-Sprachen-Problem um und integrieren Immigranten in die gastgebende
Kultur richtig ein?
„Manches in Heinrichs’ Ausführungen mag auf den einen
oder anderen herausfordernd wirken. Vollkommen einig bin ich jedenfalls
darin mit Prof. Heinrichs, dass diese Kongresse (das World Culture Forum
in Dresden) keine Honoratiorentreffen zum unverbindlichen Austausch
von Allgemeinplätzen und Höflichkeitsformeln bleiben dürfen.
Das Stichwort Kultur kennzeichnet bisher zu wenig beachtete Konfliktstellen
unserer gesamtgesellschaftlichen Situation auf nationaler wie internationaler
Ebene. Wir befinden uns in einer tiefen Menschheitskrise, vor allem
was das Verhältnis Wirtschaft und Kultur, aber auch das von Kultur
und Religion betrifft“. (Kurt Biedenkopf in seinem Geleitwort)